Juni 21st, 2010 by sabine

Eine der Ausgehmeilen von Marseille ist der Cours Julien. Hier spielen Straßenmusiker auf und die Straße gilt als Wiege des französischen Rap. Marseille hat sich verändert. Aus ehemaligen Schmuddelvierteln entstehen Hippe Szeneviertel, inzwischen so hipp, dass Pariser sich hier ihren Zweitwohnsitz suchen. Besonders angezogen werden Sie vom Quartier Le Panier. Hier finden sie 300 Sonnentage im Jahr und den Charme einer vergangenen Verruchtheit des Viertels.

Marseille ist auch der Schauplatz einer der “wichtigsten” französischen Seifenopern : plus belle la vie und darin kommt die inzwischen berühmteste Bar der Stadt vor: das Mistral. Eigentlich nur eine Fiktion der Serie, wird es aber doch von vielen Touristen in der Stadt gesucht.

In Marseille bietet jedes Quartier eine eigene Welt für sich, manche sagen die Stadt bietet 170 verschiedene Dörfer. Dementsprechend klein sind die einzelnen Quartiere.  Das Panier ist in einer Viertelstunde „durchspaziert“, wenn man das möchte. Natürlich kann man auch bei den Kunsthandwerkern oder in den kleinen Bars verweilen.

Aber es gibt ja auch alle paar Straßen ein anderes Dorf zu erleben. Das Viertel am Cours Julien erinnert an den Prenzlauer Berg in Berlin, aber natürlich mit Olivenbäumen. In den östlichen Seitenstraßen der Canabière wird Marseille zum Souk. Afrikanische Märkte und Gewänder  und vollgestopfte Krämerläden dominieren hier das Straßenbild. An der Canabière erlebt man auch in Marseille die Belle Epoque Pracht einer französischen Großstadt. Auch der Alte Hafen ist inzwischen schick geworden. Dealer und Schlepper sind aus dem Innenstadtbereich verschwunden und heute reiht sich Tisch an Tisch mit Ausblick auf die schaukelnden Segelmasten des Hafens.

Marseille treibt seinen Stadtumbau mithilfe eines Masterplans voran und ist ein lohnendes Reiseziel auch für diejenigen, die vielleicht vor 20 Jahren nicht so begeistert vom Flair der Stadt waren.

Leave a Reply