Januar 18th, 2010 by sabine

Der Verkauf der Tickets für die WM in Südafrika liegt weit unter den Erwartungen.  Viele Europäer haben die Tragödie in Angola wie aus einem Reflex mit der WM in Südafrika verbunden und fragen verstärkt nach der Sicherheit bei der WM. Doch Afrika ist nicht gleich Afrika und Reisen nach Südafrika bieten interessante Erlebnisse.  Der Anschlag auf das Team von Togo ereignete sich in Cabinda. Das ist von den WM Städten in Südafrika ungefähr so weit entfernt, wie Schweden von Sarajewo. Sicherlich hat niemand wegen dem Balkankrieg auf die Europameisterschaft in Schweden verzichtet.

Wider alle europäischen Erwartungen geht die Vorbereitung der WM in Südafrika jedoch gut voran. Die Stadien wurden früher als geplant fertig gestellt. Um die Sicherheit zu gewährleisten wurden insgesamt ca. 200.000 Sicherheitskräfte eingeplant, das ist mehr, als jemals zuvor bei einer WM. Südafrika ist geopolitisch keine wichtiges Ziel für Fanatiker. Natürlich fokussieren Massenveranstaltungen immer die Aufmerksamkeit, aber das ist auch bei den Winterspielen in Vancouver so. Auch dort wurde der Aufwand für Sicherheitsmaßnahmen gegenüber früheren Spielen verfünffacht.

Bis jetzt konnten erst etwa ein Drittel der 3, 1 Millionen Tickets über FIFA und DFB verkauft werden. Die deutschen Fußball Fans stellen hier jedoch immer noch die drittgrößte Nachfrage nach den USA und England. Die schwachen Absatzzahlen sind für die WM Organisatoren in Südafrika ein vehementes Problem, da die Ticketverkäufe die Haupteinnahmequelle darstellen.

Gerade Südafrika hat seit dem Ende der Apartheid mit vielen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und die Menschen dort setzen deshalb viele Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft.  Das Megaevent soll Arbeitsplätze schaffen und den Tourismus fördern. Durch die Bauprojekte sind neue Stadien, Flughäfen und Straßen entstanden.  Viele Menschen freuen sich auf die WM, auch wenn sie sich niemals ein Ticket leisten können, einfach aus ihrer Begeisterung für den Sport Fußball.

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