Den Kampf der Prüfungsangst
Der Schulbesuch ist so eine Sache. Man kann sich noch so anstrengen – recht machen wird man es niemals allen. Vor allem nicht den Lehrern. Als Endresultat steht dann meist eine negative Leistungsbeurteilung im Jahreszeugnis zu Buche. Grundsätzlich ließe sich dieses Problem vermeiden (sagen zumindest die meisten), doch auch noch so große Anstrengungen helfen oft nicht. Besonders dann, wenn man an Prüfungsangst leidet. Auch ich bin einer dieser ominösen Prüfungsangstpatienten. Zum ersten Mal in meiner Schulkarriere ist es mir heuer gelungen, im Gegenstand Englisch ein „Nicht Genügend“ zu bekommen. Hätte ich mich nicht bemüht und nicht ausreichend für die letzte Entscheidungsprüfung gelernt, könnte ich mit diesem Umstand leben. Aufgrund der Tatsache allerdings, dass ich alles gegeben habe um noch positiv beurteilt zu werden, ärgere ich mich seit dem Tag der Prüfung grün und blau. Für mich gilt es jetzt die Ferien so effektiv wie nur möglich zu nutzen, damit ich im Herbst bei der Nachprüfung zufrieden stellend abschneide.
In diesem Zusammenhang hat mich ein guter Bekannter auf eine Idee gebracht, wie ich dies am besten bewerkstelligen könnte. Er gab mir den Rat, eine Sprachreise nach England zu buchen. Gesagt, getan! Nur 3 Wochen nach Schulschluss saß ich bereits im Flugzeug nach London. Bei einer Reiseagentur aus meiner Stadt hatte ich mich zuvor grundlegend über alle Formalitäten informiert. Als ich schließlich auch meine Eltern von dieser Idee überzeugt hatte, stand dem Reiseerlebnis samt Sprachschule nichts mehr im Wege. 2 Wochen sollte ich eine Sprachschule in der englischen Hauptstadt besuchen, um so meine Defizite aufzuholen und die Sprache regelmäßig zu trainieren.
Schon bei meiner Ankunft fühlte ich mich wohl und machte auch schnell Bekanntschaften mit anderen Mitschülern, die aus ganz Europa angereist kamen. Im Laufe meines Aufenthaltes verbesserten sich mein Vokabular und meine Aussprache erheblich. Fehler, an denen ich zuvor oft Tage lang gearbeitet hatte, gingen mir nun leicht von der Hand. Neben dem Besuch der Schule organisierte die Sprachschule für uns auch Ausflüge und Besichtigungstouren in die Stadt. So wurde die anfängliche Lernreise auch noch zu einem kleinen Urlaub. Selbstbewusst und sicher bestand ich im Herbst meine Prüfung.
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